Mio konnte nicht schlafen. Etwas fehlte. „Brumm“, sagte Mio leise. „Wo ist Brumm?“
Brumm war Mios Teddy. Brumm war weich und braun und roch nach Zuhause. Und Brumm war weg.
Mama kam ins Zimmer. „Wir suchen ihn zusammen“, sagte sie und nahm Mios Hand.
Sie schauten unter das Bett. Da war ein Schuh. Da war ein Bauklotz. Aber kein Brumm.
Sie schauten in die Spielzeugkiste. Da war der rote Ball. Da war das Holzauto. Aber kein Brumm.
Sie schauten hinter den Vorhang. Da war nur das dunkle Fenster und der Mond, der leise hereinschaute. Kein Brumm.
Mios Lippe zitterte ein bisschen. „Wo ist Brumm?“, flüsterte er.
„Wir geben nicht auf“, sagte Mama sanft. „Komm.“
Sie gingen zurück zum Bett. Mama hob die warme Decke hoch. Und da —
Da saß Brumm. Ganz tief unten am Fußende, eingekuschelt in die Decke, als hätte er sich schon ganz allein schlafen gelegt.
„Brumm!“, rief Mio und drückte ihn fest an sich. Brumm war weich und warm. Mio strahlte über das ganze Gesicht.
„Da bist du ja“, flüsterte Mama und lächelte. „Er hat die ganze Zeit auf dich gewartet.“
Mio legte sich hin, Brumm fest im Arm. Mama zog die Decke über die beiden.
„Gute Nacht, Mio. Gute Nacht, Brumm.“ Mama machte das Licht ganz klein.
Mio kuschelte seine Nase in Brumms weiches Fell. Schon fielen ihm die Augen zu. Und Brumm? Der schlief bestimmt schon längst.
Zum Weitererzählen
Nach dem Vorlesen ein bisschen über die Geschichte sprechen — das vertieft die Erfahrung und macht Spaß.
Hast du verstanden, was passiert ist?
- Was hat Mio gesucht?
- An welchen Orten haben Mio und Mama gesucht?
- Wo haben sie Brumm am Ende gefunden?
Kennst du das aus deinem Leben?
- Hast du auch etwas, das du ganz lieb hast und nachts dabei haben möchtest?
- Hast du schon mal etwas verloren und dann wiedergefunden? Was war das?
- Wie fühlst du dich, wenn du etwas Wichtiges nicht finden kannst?
Was wäre, wenn …?
- Was hätte Mio gemacht, wenn Brumm wirklich verschwunden wäre?
- Was glaubst du, wovon träumt Brumm in der Nacht?




