„Weihnachtsmann, oh Weihnachtsmann!“, rief Frau Claus besorgt. „Dein roter Anzug … er passt dir nicht mehr!“
Der Weihnachtsmann schaute betrübt auf seinen Bauch. „Oje, du hast recht, mein Liebling. Diese vielen leckeren Süßigkeiten im Sommer haben ihre Spuren hinterlassen.“
Es war ein sonniger Tag am Nordpol, und der Weihnachtsmann, der sonst nur zur Winterzeit aktiv war, hatte die sommerliche Ruhepause genutzt, um sich mit Leckereien zu verwöhnen. Nun war er rund und prall geworden, so sehr, dass sein geliebter roter Anzug spannte und knarrte.
„Und was ist mit deinem Schlitten?“, fragte Frau Claus. „Er wird dich doch gar nicht mehr tragen können!“
Der Weihnachtsmann blickte besorgt zu seinem Schlitten. Er stellte sich vor, wie er mit einem lauten Krachen durch den Boden des Schlittens brach. „Oh nein, das hatte ich ganz vergessen!“
Da kamen die Elfen ins Spiel. Sie hatten alles mit angehört und beschlossen, dem Weihnachtsmann zu helfen. „Keine Sorge, Chef!“, rief Tinky, der kleinste und flinkste Elf. „Wir haben da eine Idee!“
Die Elfen stellten ein Trainingsprogramm zusammen. Es gab Elfengymnastik, Rentierjogging und sogar eine Schneeball-Schlacht-Fitness-Stunde. Der Weihnachtsmann war zuerst skeptisch, doch dann fand er Gefallen an der Bewegung.
Jeden Morgen begannen sie mit Elfengymnastik. Der Weihnachtsmann streckte und beugte sich, während die Elfen fröhlich um ihn herumtanzten. „Links, rechts, links, rechts,“ riefen sie im Chor.
Dann kam das Rentierjogging. Der Weihnachtsmann joggte hinter den Rentieren her, die ihn mit freudigem Wiehern anfeuerten. „Du schaffst das, Weihnachtsmann!“, riefen Dasher und Dancer.
Und die Schneeball-Schlacht-Fitness-Stunde war das Highlight des Tages. Der Weihnachtsmann und die Elfen bildeten Teams und bewarfen sich gegenseitig mit Schneebällen. „Haha, das macht Spaß!“ lachte der Weihnachtsmann, als er einen Schneeball nach dem anderen warf.
Die Wochen vergingen, und der Weihnachtsmann fühlte sich jeden Tag fitter und energiegeladener. Sein Bauch wurde kleiner, sein Lachen lauter und seine Bewegungen flinker.
Endlich war der große Tag gekommen. Der Weihnachtsmann zog seinen roten Anzug an – und er passte. „Hurra, er passt.“, rief er freudig aus. „Danke, meine lieben Elfen, ohne euch hätte ich das nie geschafft.“
Aber der wahre Test stand noch bevor: der Schlitten. Der Weihnachtsmann stieg vorsichtig ein. Der Schlitten hielt! „Juhu, es funktioniert!“, rief er aus, während die Rentiere los galoppierten.
Die Elfen winkten ihnen nach, als der Schlitten in den funkelnden Nordpolarhimmel aufstieg. „Fröhliche Weihnachten, Weihnachtsmann!“, riefen sie.
Der Weihnachtsmann blickte zurück und rief: „Fröhliche Weihnachten, meine lieben Elfen! Und denkt daran, nächstes Jahr gibt es weniger Süßigkeiten für mich!“
Und so zog der Weihnachtsmann in seinem Schlitten davon, bereit, die Geschenke an Kinder auf der ganzen Welt zu verteilen. Mit einem leichteren Bauch, aber einem Herzen voller Freude.
Zum Weitererzählen
Nach dem Vorlesen ein bisschen über die Geschichte sprechen — das vertieft die Erfahrung und macht Spaß.
Hast du verstanden, was passiert ist?
- Was hat der Weihnachtsmann im Sommer gemacht?
- Welche Übungen haben die Elfen sich für den Weihnachtsmann ausgedacht?
- Wie hat sich der Weihnachtsmann am Ende gefühlt?
Kennst du das aus deinem Leben?
- Was machst du am liebsten, um dich zu bewegen?
- Hast du schon mal jemandem geholfen, etwas Schwieriges zu schaffen?
- Wie fühlst du dich, wenn du draußen herumtobst und dich bewegst?
Was wäre, wenn …?
- Was würde passieren, wenn die Rentiere auch ein Training bräuchten?
- Welche neue Sportart könnten die Elfen dem Weihnachtsmann noch beibringen?




